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Grappa: Geschichte einer italienischen Tradition

Ein Destillat zu therapeutischen Zwecken

Grappa wurde von der Salternitanischen Schule entwickelt. Um das Jahr 1000 legte sie die Konzentration von Alkohol mittels Destillation fest und verordnete Grappa zu therapeutischen Zwecken.

Ein beim Volk beliebtes Destillat
Von diesem Zeitpunkt an ist Grappa ein Erzeugnis, das die Bauern in ihren Kellern mit den verschiedensten Apparaten herstellten. Dabei sollte möglichst alles, sogar die Rückstände der Traubenpressung verwendet werden. Der sogenannte Trester, das heißt Stengel, Schalen und Kerne, die nach der Trennung vom Traubenmost übrig blieben. Bis ins 19. Jahrhundert war Grappa ein Schnaps aus Trester, und jede italienische Region hatte seine eigene Bezeichnung und stellte sie auch nach eigenen lokalen Maßstäben her. Vom Volk geliebt, aber von der wohlhabenden Schicht verpönt.

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Un distillato che ha saputo ingentilirsi e raffinarsi
Doch es gab Veränderungen.
In den 70er Jahren kommt man dem “Grappa di monovitigno” wieder auf die Spur. Das ist ein Grappa, dessen Trester von einer einzigen Traubensorte stammt.
Dadurch entstehen Erzeugnisse, mit neuen weichen und fruchtigen Aromen. Die Erzeugnisse werden gekonnt mit Flaschen und Etiketten verschönert, die innovatives Handwerk und Design zum Ausdruck bringen. Die Innovation schreitet voran und gibt dem Armeleuteschnaps ein neues Gesicht. Heute gibt es nicht nur eine Art von Grappa , sondern unzählige Varianten. Neben dem Grappa aus einer Rebsorte, gibt es die “Grappe Torbate” , die nach Torf duften, die in Holzfässern gelagerte Grappas, und die ganz Besonderen, die uns beim Genuss einer toskanischen Zigarre begleiten.

 

Grappa in der Toskana

In der Toskana erhält man einzigartige Erzeugnisse aus der Rebsorte Sangiovese, die sowohl aus dem Chianti Classico wie aus dem Montalcino kommen. Ihre Weichheit und ihr Waldfruchtaroma schaffen ein sehr angenehmes Geschmacks-und Geruchsaroma.

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Grappa richtig trinken?
Ein junger Grappa, transparent und farblos, sollte nach dem Essen bei einer Temperatur zwischen 10 und 15 Grad getrunken werden.
Ein Grappa “Invecchiata” (ein im Holzfass gereifter Grappa, gelb- oder bernsteinfarbig) hingegen, sollte besser 18 Grad warm sein. Idealerweise sollte man beide aus einem kleinen tulpenförmigen Glas trinken, das nach oben hin enger wird. Das Glas wird weniger als die Hälfte befüllt. Somit kann der Grappa seinen Duft vor dem Ausströmen konzentrieren.
Einen guten Grappa erkennt man daran, dass er im Mund nicht rau schmeckt, einen langen und angenehmen Nachgeschmack hinterlässt und ein wohliges Wärmegefühl vermittelt.
Auch wenn Grappa meistens pur getrunken wird, fehlt es nicht an neuen Ideen. Grappa im Cocktail , Grappa mit Schokolade, Milch, Honig oder Minze.
Möchten Sie Grappa im Caffè Corretto probieren? Oder lieber als Digestif? Entdecken Sie wie Sie Grappa am besten lagern, trinken und wie er sich in ein wunderschönes Geschenk verwandeln lässt.

Regel Nummer eins: Grappa sollte stehend lagern, da sonst die Gefahr besteht, dass sich bei längerem Kontakt mit dem Korken Farbpartikel und Bestandteile des Korkens lösen und in das Getränk kommen.
Regel Nummer zwei: Grappa vor Sonnenlicht und Hitze schützen, da sich bei stärkerer Erwärmung Aromastoffe verflüchtigen.

Der Grappagenuss ist eine Kunst mit sehr genauen Regeln. Füllen Sie das Glas bis zu einem Viertel und warten Sie 10 – 15 Minuten. Riechen Sie kurz und genießen Sie das Aroma. Es ist davon abzuraten die Nase zu lange über der Öffnungsmündung des Glases zu halten, da die scharfen Alkoholdämpfe den Geruchssinn ermüden. Riechen Sie einige Male kurzzeitig. Danach kosten Sie einen kleinen Schluck, drehen ihn im Mund und schlucken ihn.
Jede Grappa hat seine Temperatur: der junge Grappa entfaltet seinen Geschmack am besten bei 10 – 15 Grad. Die reiferen Grappas geben ihr Bestes bei 16 – 18 Grad.
Auch das Glas ist ausschlaggebend für den Geschmack: das tulpenförmige Glas für junge Grappas, das Cognacglas für die reiferen.
Traditionell wurde Grappa in Italien zunächst vor allem nach dem Essen getrunken.
Tatsächlich wirkt sich Grappa sehr gut auf die Verdauung aus, ein wahres Allheilmittel für eine gesunde Verdauung.
Die Art und Weise Grappa zu verkosten hat sich jedoch verändert und hängt sehr stark von der Typologie des Grappas, jung oder gereift, ab.
Ein Grappa aus dem Hause Morelli macht Ihren klassischen Caffè Corretto noch angenehmer. Der Grappa kann auch in Cocktails zur Geltung kommen: als Longdrink oder als Aperitif mit Prosecco.
Ebenso findet Grappa Anwendung in der Küche. Er verleiht Ihren Soßen und Cremes ein ganz besonderes Aroma.